Der Heilige Koran
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20. Sure Taha "Tâ Hâ"/
Einführung
Diese 135 Verse zählende Sure ist mekkanisch, ausgenommen die Verse 130 und 131, die in Medina offenbart wurden. Sie beginnt mit zwei Buchstaben, die auf die Unnachahmbarkeit des Korans hinweisen und die Hörer zum Zuhören anregen. Die Bedeutung des Korans, der vom Schöpfer selbst hergeleitet wird, wird hervorgehoben. Er ist es, Dem alles in den Himmeln und auf Erden gehört und Der die Geheimnisse und das Verborgene kennt. Die Sure erzählt die Geschichte von Moses und Pharao. Sie beginnt mit Gottes Auftrag an Moses, der seinen Bruder Aaron zum Begleiter und Helfer nahm. Beide gingen zu dem gefürchteten Pharao, der die größten Zauberer des Landes aufbot. Sie sollten die Beweise, die Moses brachte, entkräften. Doch sie erkannten, daß es sich um Zeichen Gottes handelte und glaubten an Ihn. Pharao befahl, die Zauberer schwer zu bestrafen, weil sie ohne seine Erlaubnis den von Moses verkündeten Glauben an Gott, den Allmächtigen, annahmen. Es folgt ein Bericht über die Kinder Israels, mit denen Moses auszog. Moses schlug mit seinem Stock über das Meer, das sich daraufhin teilte. So konnte er mit den Kindern Israels hindurchgehen. Pharao, der sie verfolgte, ertrank mit seinen Heerscharen. Moses verließ sodann sein Volk, um Gott anzurufen. Die Kinder Israels, die er unter der Obhut Aarons ließ, wurden durch Al-Sâmeri in Versuchung geführt. Er machte ihnen ein Kalb aus Gold, das durch Luftblasen blökende Laute von sich gab. Die Kinder Israels hielten es für einen Gott und beteten es an. Als Moses zurückkam und das erfuhr, wurde er zornig und rügte seinen Bruder Aaron. Die Sure berichtet über die Strafe Gottes, die Al-Sâmeri erwartet. Aus der Geschichte Moses' sind Lehren zu ziehen. Die Gläubigen werden ermahnt, Geduld zu fassen, ehrlich zu sein und die Gebete mit inniger Hingabe zu verrichten. Die Götzendiener, die vom Propheten Muhammad ein anderes Zeichen als den Koran forderten, sind sich der Gefahr nicht bewußt, der sie sich aussetzen. Ihrer Hartnäckigkeit wegen werden sie im Jenseits schwer bestraft, während die Gläubigen die beste Belohnung, die Paradiesgärten, bekommen werden. Im Namen Gottes, des Gnädigen, des Barmherzigen.
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